
Die Calauer Schweiz ist ein Naturschutzgebiet südlich des Spreewaldes.
Mit ihren Quellen und Mooren,
Teichen und Erhebungen zählt sie zu den größten und waldreichsten geschützten Gebieten
im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
im Süden Brandenburgs.
Die Stadt Calau und kleine Orte wie
Buchwäldchen, Gosda,
Zwietow, Weißag, Settinchen, Cabel, Werchow und Plieskendorf liegen am Rand dieses
Naturschutzgebietes,
dessen Idylle Naturliebhaber und Wanderfreunde einlädt.
Der bisher älteste Nachweis menschlicher Besiedlung in der Calauer Schweiz stammt
aus der jüngeren Steinzeit (4000-1500 vor der Zeitrechnung). In der Nähe des Ortes
Settinchen fand man 1937 ein Steinkistengrab mit zwei Feuersteinbeilen.
Auch aus der Bronzezeit sind mehrere Funde in diesem Gebiet bekannt geworden.
Mitten auf dem Plateau der Calauer Berge, südlich des Kesselberges, befand sich im
Mittelalter ein Dorf mit Namen “Biehlen”, welches aber schon 1527 wüst lag.
Die dazu gehörige Mühle mit Bienenstand lag in der Schlucht des
Kesselgrabens. Nur noch Scherben hier und da künden
von ihrer Existenz.

Bemerkenswert in ihrer Bauweise sind die Feldsteinhäuser, die im Süden der “Calauer
Schweiz”, in und um die
Bergdörfer Gosda, Weißag und
Zwietow in der ersten
Hälfte des
18. Jahrhunderts errichtet wurden.
In dieser “steinreichen”,
aber meist
von Armut geprägten Landschaft wurden Feldsteine zum Bau der Anwesen
benutzt.
Die Bergdörfer werden auch “Plinsdörfer” genannt, da diese Gegend für ihre aus
Buchweizenmehl gebackenen Plinse bekannt war.
Noch heute kann man sich diese Plinse unter anderem in den Gaststätten von Zwietow und
Weißag schmecken lassen.

Merbach schreibt auf Seite 8 seiner Chronik der Stadt Calau 1833 u.a.: “unverkennbar
sind die Markenzeichen durch Wassers Gewalt angeschwemmter Sandhügel, besonders auch
in den Calau zunächst sich erhebenden Anhöhen auf den Plieskendorfischen,Weißagischen
und Cabelschen Gebiet, aus dem den Suchenden noch jetzt schöne des Schleifens werte
Kiesel, auch Adersteine und Lupenschlacken in die Hände fallen.
Diese
Halbedelsteine, die noch heute zu finden sind, stammen von einem alten Elbablauf, der
im Tertiär unser Gebiet durchfloß und große Mengen an Kies ablagerte.
Diese
Schmucksteine, auch Amethyste, Rauchquarze, Jaspise und verkieselte Hölzer wurden aus
dem “Böhmischen Paradies” der Tschechei und dem Osterzgebirge zu uns transportiert.